Das Prüfverfahren und die Zertifizierung für Batterien ermöglichen eine sicherere Nutzung der nächsten Generation der persönlichen E-Mobilität und des persönlichen E-Transports.

Es herrscht rund um den Globus eine unglaubliche Umwandlung der persönlichen elektrifizierten Transporttechnologie in Form leichter Elektrofahrzeuge (LEVs) und des persönlichen Transports vor. Die persönliche E-Mobilität (x-Rad-Produkte), elektrisch pedalunterstützte Fahrräder, E-Bikes, E-Motorräder und & E-Roller sind eine aufstrebende Verwendungsform von Batterietechnologien mit zahlreichen Vorteilen und zunehmender Anziehungskraft. Allerdings präsentieren das Positionieren einer Person in engem Kontakt mit einem fortschrittlichen Energiesystem, die kontinuierlich steigenden Anforderungen an die Energiedichte und die adäquate Begegnung der Härten der Verwendung im echten Leben, sämtlich Sicherheitsherausforderungen, die proaktiv angegangen werden müssen, um ein sicheres und nachhaltiges Wachstum dieser persönlichen E-Mobilitäts- und Fahrradtransportlösungen zu gewährleisten. Ebenso wird sich das exponentielle Wachstum der Nutzung unbemannter Luftfahrzeuge, wie zum Beispiel von Drohnen, um kommerzielle oder taktische Ziele zu erfüllen, weiterhin auf die Batterietechnologie als Schlüssellösung stützen, und es werden sichere Batterie- und Elektrosysteme benötigt. Neue und aktualisierte Sicherheitsnormen bilden eine Grundlinie, die gemeinsame Erwartungen, einen sicheren Gebrauch von Technologien und eine leichtere Steuerung des internationalen Handels ermöglicht. Vor allem ermöglichen sie eine Zukunft, in der Batterien unserer Gesellschaft helfen, auf eine saubere, effiziente und sichere Weise von einem Ort zum einem anderen zu gelangen.

UL unterstützt Einzelhändler und Hersteller, indem es die Prüfungsvornahme und Zertifizierung der Elektrosysteme für leichte EV-Produkte anbietet. Drei UL-Normen bilden den Kern der Normeneinhaltung für diese innovativen leichten EV-Produkte, die rund um den persönlichen E-Transport zentriert sind:

Persönliche E-Mobilität – UL 2272 Erreicht einen Konsens sowohl in den USA als auch in Kanada

Von UL normiertes Technisches Bedienpult (STP) von UL 2272 genehmigte 1. Auflage von ANSI/CAN/UL 2272, welche am 21. November 2016 publiziert wurde. Dieses erweitert nun den Umfang von UL 2272, um alle Typen persönlicher E-Mobilitätsvorrichtungen abzudecken (Einzelfahrer, nicht verkehrstüchtig, typischerweise im Stand beim Betrieb, hat keine Pedale). Zwei wichtige UL 2272-Aktualisierungen in der 2. Auflage umfassen:

  • Die Unterstützung einer aktualisierten Liste von Produkten für die persönliche E-Mobilität, die für einen einzelnen Fahrer bestimmt und mit einem wiederaufladbaren elektrischen Antrieb ausgestattet sind, der den Fahrer ausbalanciert und für seine Fortbewegung sorgt, und die mit einem Griff für den Halt während der Fahrt ausgestattet sein können. Das Gerät kann selbst-stabilisierend sein oder auch nicht. Als Ergebnis lautet die Normbezeichnung nun „Elektrosysteme für Persönliche E-Mobilitätsvorrichtungen“ (vorher „Elektrosysteme für Selbststabilisierende Roller“).
  • UL 2272 wird eine akkreditierte nationale Norm für die USA seitens ANSI und eine akkreditierte nationale Norm für Kanada seitens SCC, wodurch sie binational wird. Dies bedeutet, dass in beiden Ländern ein Konsens zwischen verschiedenen Beteiligten erzielt wurde. Durch die Bewertung und Zertifizierung anhand derselben Norm ist sichergestellt, dass die nationalen Sicherheitssystemvorschriften beider Länder für elektrische Anlagen erfüllt werden.

UL bietet Elektro- und Brandschutztestverfahren und eine Zertifizierung gemäß UL 2272, Elektrosysteme für Persönliche E-Mobilität (ehemals als Elektrosysteme für selbst-stabilisierende Roller bezeichnet) an. Diese Norm bewertet die Sicherheit des elektrischen Antriebsstrangsystems und der Batterie- und Ladegerätsystemkombinationen von Hoverboards und eine aktualisierte Produktliste, die nun auch andere 1-Rad-, 2-Rad-, 3-Rad-, X-Rad- (die Hoverboards umfassen) Vorrichtungen umfasst. UL 2272 bewertet NICHT die Leistung, Zuverlässigkeit oder Fahrersicherheit.

Die Consumer Product Safety Commission (CPSC) hat am 18.2.2016 ein Schreiben an die Produzenten, Importeure und Einzelhändler von selbst-stabilisierenden Rollern (Hoverboards) herausgegeben und sie dazu gedrängt, sicherzustellen, dass die selbst-stabilisierenden Roller, die sie „in die Vereinigten Staaten importieren bzw. dort herstellen, vertreiben oder verkaufen, den aktuell geltenden freiwilligen Sicherheitsnormen, einschließlich aller verwiesenen Normen und Anforderungen, die in UL 2272 enthalten sind, entsprechen.“

Zusätzlich zu ihrer bestehenden Richtlinie zur Normeinhaltung legt die CPSC verstärkt den Schwerpunkt auf die Sicherheit einer Reihe von batteriebetriebenen Vorrichtungen und schenkt ihnen Beachtung. Als Bestandteil seines Betriebsplans für das Geschäftsjahr 2017 wird die CPSC zusätzliche Arbeiten an den „aufkommenden und fortlaufenden Gefahren, die mit Batterien mit hoher Energiedichte verbunden sind, dies umfasst unter anderem die Durchsetzung, das freiwillige und verbindliche Normenwerk, die Importüberwachung und Gesetzeseinhaltung sowie eine branchenweite, ämterübergreifende und zwischenstaatliche Zusammenarbeit" vornehmen. Die Arbeit der CPSC wird die Gefahren angehen, die mit Vorrichtungen in Verbindung stehen, die mit Hochleistungsdichte-Batterien (Lithium-Ionen, Lithium-Polymer, Lithium-Eisen-Phosphat) betrieben werden, sowie „Systemsicherheitsmerkmale, die sicherstellen, dass Batterien mit hoher Energiedichte, Akkupacks, Sicherheitsschaltkreise, Endprodukte und Ladegeräte alle zusammen arbeiten, um einen sicheren Betrieb für die beabsichtigte Anwendung zu erreichen“.

Pedelecs/E-Bikes, E-Motorräder und E-Roller - UL 2849 Aktualisiert, um verkehrstüchtige Fahrräder, NICHT nur Elektrisch Pedalunterstützte (EPAC) Fahrräder mit aufzunehmen

Die aktualisierten Anforderungen von UL 2849 sprechen nun die neuesten entscheidenden Sicherheitsfragen an, um zur sicheren Nutzung aller Arten von E-Rädern, E-Motorrädern und E-Rollern beizutragen (Räder für Einzelfahrer, die u. U. aber Platz für einen Mitfahrer bieten, in der Regel im Sitzen genutzt werden, eventuell mit Pedalen ausgestattet sind und in der Regel als verkehrstauglich gelten), um das Risiko von Batteriebränden oder Explosionen und Stromschlaggefahr zu minimieren.

Sicherheitsnormen, einschließlich UL 2849, sind elementar, um sicherzustellen, dass die Energie angemessen durch die Tausenden von Zyklen von E-Fahrrad- und E-Roller-Ladungen und Entladungen geregelt und verwendet wird. Der Entwurf, die Beschaffung, die Prüfung und Validierung der Sicherheit der Akkupacks und der Batteriemanagementsysteme stellen die Grundlage für die E-Fahrrad-, E-Motorrad- und E-Roller-Sicherheit dar. Die zunehmende Komplexität einiger Bordsysteme erfordert ebenfalls eine besondere Berücksichtigung, für die Minimierung der Gefahr eines elektrischen Schlags während des Ladevorgangs während der Produktlebensdauer, was die realen Missbräuche und Anforderungen, die bei diesen Produkten auftauchen, widerspiegelt. Dies erfordert den Einsatz spezieller Strategien oder von Schutzschaltungen, um jene potenziellen Stromschlagsgefahren anzugehen.

Unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) oder Drohnen – das Neue UL 3030

UL 3030 befasst sich mit den Anforderungen an das Elektrosystem von UAV für kommerzielle Anwendungen (Landwirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Regierungsbehörden, örtliche Polizei, Suche und Rettung, Videos für die Filmbranche oder Nachrichtensendungen und Flüge im Zusammenhang mit Geschäftsvorgängen für Dachinspektionen). UAV, die von UL 3030 umfasst werden, sind dafür vorgesehen, von ausgebildeten Piloten bedient zu werden, wobei das UAV weniger als 55 Pfund (25 kg) wiegt und seine Betriebsspannung nicht mehr als 100 V DC beträgt, und diese für den Außenbetrieb vorgesehen sind. Während Aspekte wie z.B. die Luftfahrttauglichkeit, die Effizienz der Steuerungen und ähnliche Themen nicht zum Anwendungsbereich gehören werden, müssen diese durch Vorschriften, Benutzerprogramme und andere Normen angegangen werden.

UAV, üblicherweise als Drohnen bekannt, verändern derzeit die Art und Weise, wie wir mit der Welt interagieren. Der Einsatz gesteuerter oder autonomer UAV, um Aufgaben auszuführen, die ansonsten gefährlich, zeitaufwendig oder ineffizient wären, werden ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft sein. Drohnen können abhängig vom erforderlichen Nutzungsbedarf mit unterschiedlichen Quellen versorgt werden. Allerdings ist die Batterietechnologie wieder ein Schlüsselelement für den Erfolg von Drohnen. Batterien bieten Vorteile in Bezug auf das Gewicht der Energie- und Antriebssysteme sowie die Beseitigung von Nebenproduktemissionen und Lärm. Wie bei jeder Batterieanwendung bestehen kritische Bedürfnisse für die Bewertung und Validierung der Batteriensicherheit mit der Beweiserbringung, dass das Batterieverwaltungssystem in der Lage ist, die Batterie sicher zu halten und dabei die Koordinierung des Ladegeräts, Batteriesystems und der Ladung als sicher bewertet.

Tragbare Netzteile – UL 2743 1. Auflage

Weil die Nachfrage nach tragbarer Leistung weiterhin zunimmt, geschieht dies auch hinsichtlich des Sicherheitsbelangs für die Batterien, die in tragbaren Netzteilen verwendet werden. Es ist entscheidend, diese temporären Stromquellen, die mit Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet sind, auf die Sicherheit hin zu testen.

Booster Packs und tragbare Netzteile stehen seit einiger Zeit zur Verfügung. Weil allerdings Batterien bei allen Produktarten an Verbreitung zunahmen, hat die Öffentlichkeit von neuen Zwischenfällen und Gefahren erfahren, die mit einer unsachgemäßen Verwendung dieser batteriebetriebenen Produkte verbunden waren.

UL 2742 1. Auflage wurde am 14. Oktober 2016 publiziert und deckt Geräte ab, die aus einer oder mehreren Batterien bestehen, die in einem Gehäuse untergebracht und dazu vorgesehen sind, als eine tragbare Stromquelle für die Nutzung verwendet zu werden, wenn die normale Netzleistung nicht zur Verfügung steht. Es kann eine Booster-Funktion aufweisen (z. B.: Starthilfe für ein Auto) und kann auch für Notfallsituationen verwendet werden.

Die Geräte werden von einer externen Versorgungsquelle aus aufgeladen, liefern aber unabhängig Strom an die Ausgänge am Gerät, wenn sie verwendet werden. Die Geräte sind nicht dazu vorgesehen, als Verlängerungskabel zu fungieren und sind nicht dazu vorgesehen, eine Ausgangsleistung bereitzustellen, während sie in die Zuleitung eingesteckt sind. Die Ausgänge können aus einem oder mehreren des Folgenden bestehen: Steckdosen, USB-Anschlüsse von einer begrenzten Stromquelle, DC-Ausgangsbuchsen und Fahrzeugsteckbuchsen. Die Vorrichtungen können auch eine Automobil-Booster-Funktion bereitstellen, die dazu vorgesehen ist, eine Startleistung für eine erschöpfte Fahrzeugbatterie bei Starthilfetyp-Anwendungen bereitzustellen.

Diese Norm ist nicht für die Telefonaufladung vorgesehen, da jene im Rahmen von UL 2056 umfasst würde.