In-Mold Beschriftungen werden weitgehend für Dekorationen verwendet und um Informationen zu einer Vielzahl von Verbraucherprodukten zu geben, die in Plastikbehältern, einschließlich Lebensmittel, Kosmetika und sogar Blumen verkauft werden. Die besonderen In-Mould-Kennzeichungen werden bei Blasform-, Spritzguss- und Thermoformverfahren während des Formvorgangs direkt in die geformten Plastikteile eingelassen. Das UL-Programm für In-Mould-Kennzeichnungen (IML) dient insbesondere der Unterstützung von IML-Herstellern und ihren Kunden, die IMLs nutzen, um sicherheitsrelevante Informationen auf UL-zertifizierten Produkten anzubringen.

In diesem Teil des Programms zur Anerkennung von Kennzeichnungs- und Beschriftungssystemen werden IML-Muster nach den gleichen Sicherheitsnormen wie Selbstklebeetiketten getestet. Dazu gehören die UL-Norm 969, Kennzeichnungs- und Beschriftungssysteme, die CSA, C22.2 Nr. 0.15 und viele weitere IEC-basierte UL-Normen für Endprodukte, die eine Reibeprüfung für die Kennzeichungshaltbarkeit erfordern. UL bewertet IMLs in Verbindung mit generischen Kunststoffoberflächen wie ABS, Polycarbonat oder Polypropylen und einem oder mehreren Formverfahren.

Um zu gewährleisten, das Kennzeichnungshersteller und ihre Kunden über die größtmögliche Anerkennung der durchgeführten Prüfungen verfügen, werden Kennzeichnungen, die für den Guss in einen bestimmten generischen Kunststoff als tauglich befunden wurden, auch als tauglich für jeden anderen gefüllten oder verstärkten Kunststoff des gleichen generischen Typs betrachtet. IMLs, die zur Anwendung mit zwei oder mehr generischen Kunststoffarten tauglich befunden wurden, können außerdem ohne weitere Prüfungen als für den Einsatz in Mischungen dieser Kunststoffe geeignet eingestuft werden.

Auch wenn einige Endproduktehersteller Formteile in-house produzieren, ist das Formen von Kunststoffteilen in besonderen Formereien die häufigere Variante. Um den Endprodukteherstellern mehr Flexibilität zu geben, hat UL Richtlinien aufgestellt, die es den Endprodukteherstellern erlauben, IML-Teile von einer Formerei ihrer Wahl zu beziehen. Dafür müssen die Formteile nach vorgegebenen Prozessparametern hergestellt werden und die Formerei muss die geforderten Informationen zur Nachverfolgbarkeit vorlegen.

Weiterführende Informationen zum UL-Programm für die Anerkennung von In-Mould-Kennzeichnungen finden Sie in unseren Handbüchern PGIM2 und PGIM8.

Verfügbare Literatur:
UL-Pressemitteilung zu In-Mould-Kennzeichnungen
Verkaufsprospekt zu In-Mould-Kennzeichnungen